Ansichten III
"Getarnter Strand"
Kuratorin: Erika Davis-Klemm, Frankfurt
29. April - 24. Juni 2010
Einführung:
Uta Belina Waeger, Erika Davis-Klemm

Ausstellende Künstler:
Gerhard Mantz, Konrad Winter

Es erscheint ein Katalog

Öffnungszeiten:
Mi.-Fr. 17-19 Uhr
und nach Vereinbarung

 



 

Ansichten III wird kuratiert von der Frankfurter Galeristin Erika Davis–Klemm. Der von ihr ausgesuchten Arbeit aus der Sammlung von Erhard Witzel werden Bilder des in Salzburg arbeitenden und lebenden Malers Konrad Winter gegenübergestellt.

Der 1950 in Ulm geborene Gerhard Mantz studierte an der der Staatlichen Kunstakademie Karlsruhe und beschäftigte sich bereits im Studium mit Programmiersprachen. Deshalb stellt sich auch die Frage, was meint er, wenn er von »Landschaft« spricht? Reale Landschaften? Oder Landschaftsvorstellungen, in denen reale Landschaften mit medialen Landschaftsbildern und künstlichen Landschaftsanimationen von Videospielen zu einem Gebilde zusammengeschweißt sind?
Gerhard Mantz kreiert in seinem Werk ein eigenes Bild von Landschaft, die teils real, teils fiktiv erscheinen. Der Künstler malt mit dem Rechner, im wahrsten Sinne des Wortes. Dabei vermeidet er konsequent sämtliche zivilisatorischen Spuren, nimmt feine Fehler in der Darstellung vor und greift teilweise stark in das Kompositionsgefüge ein. Diese »erfundenen« Landschaften schwanken zwischen Paradies und Gentechnikalbtraum.

Ganz anders Konrad Winter. "Getarnter Strand" ist eine der neuen Werkreihen des in Salzburg arbeitenden und lebenden Künstlers Konrad Winter, Jahrgang 1963. Basis seiner Malerei sind fotografische Vorlagen. Nach einer digitalen Bearbeitung der Bildvorlagen, die einer Untersuchung der Struktur des Fotomaterials entspricht, sind die Merkmale des künstlerischen Ergebnisses reine Malerei. Die Wahl des Materials, Autolack auf Aluminium, unterstützt das Thema zusätzlich und verweist auf den Gegensatz von Natürlichkeit und Künstlichkeit.
Aus größerer Entfernung ist für den Betrachter ein realistisches Bild erkennbar, nähert er sich, entzieht sich das Motiv seiner Wahrnehmung, das Bild löst sich in eine vielfarbige, abstrakte Struktur auf. Ausgehend also von einer Zweck gebundenen Vorlage, wird ein autonomes und damit zweckfreies Bild entwickelt, das nicht mehr nur die Strand-Landschaft selbst zum Thema hat, sondern auch – über den Weg der Verfremdung – die formal-abstrakten Bedingungen von Malerei analysiert.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalogbuch


Gerhard Mantz


Konrad Winter


Konrad Winter


Konrad Winter


Konrad Winter


Konrad Winter


Konrad Winter